Welche metallischen Werkstoffe als Chirurgische Implantate in der EU und Deutschland eingesetzt werden, wird durch ISO-Normreihe „DIN ISO 5832“ geregelt, welche die Eigenschaften und Prüfverfahren von nicht korrodierenden kalt umformbaren und schmiedbaren metallischen Werkstoffen festlegt.
Die ISO-5832 Reihe umfasst 14 Teile, die für metallische Werkstoffe, wie unter anderem Stahl, Aluminium oder auch Titan Eigenschaften und Prüfverfahren festlegt, damit diese mit einem minimalen und annehmbaren Risiko an biologischen Reaktionen in und am menschlichen Körper eingesetzt werden können.
Natürlich muss man nicht erwähnen, dass keiner der metallischen Werkstoffe frei von negativen Reaktionen im Körper ist, allerdings gilt dies auch für jeden anderen Werkstoff, der in den menschlichen Organismus eingesetzt wird.
In dem Fall von chirurgischen Implantaten, worunter Piercingschmuck jeglicher Art fällt, wird zusätzlich noch die Nickellässigkeit durch das ISO-1811 Prüfverfahren festgestellt, welche durch die EG 552/2009 bestimmt wird.
ISO 5832
ISO 5832-1 nicht rostender Stahl
ISO 5832-2 unlegiertes Titan
ISO 5832-3 Titan aluminium-6 Vanadium-4 Knetlegierung
ISO 5832-4 Kobalt-Chrom-Molybdän-Gusslegierung
ISO 5832-5 Kobalt-Chrom-Wolfram-Nickel-Schmiedelegierung
ISO 5832-6 Kobalt-Nickel-Chrom-Molybdän-Schmiedelegierung
ISO 5832-7 schmiedbare und kalt umformbare Cobalt-Chrom-Nickel-Molybdän-Eisenlegierung
ISO 5832-8 Kobalt-Nickel-Chrom-Molybdän-Wolfram-Eisen-Schmiedelegierung
ISO 5832-9 Geschmiedeter hochaufgestickter nicht rostender Stahl
ISO 5832-10 Titanknetlegierungen (Ti 5-Al 2,5-Fe) (wurde ersatzlos zurückgezogen)
ISO 5832-11 Titan Aluminium-6 Niob-7 Knetlegierung
ISO 5832-12 Kobalt-Chrom-Molybdän-Schmiedelegierung
ISO 5832-13 unlegiertes Tantal (wurde ersatzlos zurückgezogen)
ISO 5832-14 Titan Molybdän-15 Zirkonium-5 Aluminium-3 Knetlegierung
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